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FUNERIS NOCTURNUM liefern mit "Code 666 ..." bereits ihr drittes vollständiges Album ab. Die ersten beiden sind mir leider unbekannt, somit sind Vergleiche nicht möglich. In der Info werden jedenfalls Vergleiche zu MARDUK und DARK FUNERAL angestellt.

Los geht es mit "The Sculptor" und damit gleich volles Rohr. Intro oder sowas wurde für unnötig befunden. Richtig flotter Black Metal. Keyboarder Ruho kommt erst im weiteren Verlauf des Songs zum Einsatz. Dann wird das Stück auch ein wenig wirr und schwer nachvollziehbar.
Dann ein lückenloser Übergang zu "Cryonics" und das Lied ist auch schlagartig nachvollziehbarer. Besonders die Gitarren machen einem die Sache hier sehr einfach. Tempo wird hier zum Glück aber nicht rausgenommen. Keyboarder Ruho stellt mit seinen vorgetragenen Melodien auch keine Bremse dar :-) Gutes Teil!
Bei "Yer All Perished" hält sich das Keyboard mal dezent zurück um dann urplötzlich eine sehr tragende Rolle zu übernehmen. Hier wird dann auch mal das Tempo stellenweise ein wenig rausgenommen.
"Hypernation Mantic" bietet dann nicht viel neues. Ein eher schwächerer Song. Wenn die Keyboards hier zum Einsatz kommen, dann eher um Atmosphäre zu schaffen, was aber nicht so richtig gelingen will. Dazu ist das Stück auch insgesamt zu holprig.
"The Walls Breed Larvae" brutzelt dann richtig los. Die Geschwindigkeitsausbrüche nach oben sind aber nicht von Dauer. Gute Gitarrenarbeit!
Bei "Infecded" sind schon fast thrashige Elemente auszumachen. Nett, sorgt mal für etwas Abwechslung. Hier findet man mal etwas schneller rein und auch deshalb ist es eines der stärksten Stücke des Albums.
Bei aller Geschwindigkeit ist "Antigod Declaration" durchaus sehr melodisch. Das sogar dank der Gitarren und nicht wegen des Keyboards. Sehr gut!
Bei "Reformation" sticht vor allem das einfache Gitarrenriff hervor. Ansonsten ist das Lied aber eher unauffällig.
Zum Abschluss gibt es noch "Vulpine Paralogism" und erinnert mich ein wenig an KREATOR. Also wieder ein eher thrashiges Ding das gefällt.

So, jetzt noch was zur Aufklärung. Nach dem eigentlich letzten Song kommen noch 20 Minuten Müll (der Player zeigt auch 22 Songs an und nicht 9). Paar Songs Stille und dann gibt es noch einen üblen Techno-Verschnitt. Da durfte sich der Keyboarder wohl austoben. Also zieht von den 55 Minuten Spielzeit mal gute 20 ab und es haut hin.

Insgesamt keine schlechte Scheibe. Hin und wieder hat man den Eindruck die Band hätte beim Schreiben eines Songs plötzlich tausend Ideen gehabt die alle da rein mussten. Wer DIMMU BORGIR und Konsorten mag, der sollte hier ruhig mal ein Ohr riskieren. Anspieltipps: "Cryonics", "Infecded", "Antigod Declaration" "Vulpine Paralogism". (Tutti)



Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 55:08 min
Label: Woodcut Records
Veröffentlichungstermin: 25.08.2003
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