abstract_rapture_-_democadencia.jpgDas Wacken Metal Battle hat die letzten Jahre immer wieder einen fumlminanten Querschnitt durch die diversen Eurpäischen Nachwuchsszenen abgeliefert und auch die ein oder andere Perle ausbuddelt, was an GORILLA MONSOON oder eben den diesjährigen deutschen Gewinnern BLOODWORK gut zu sehen ist. In Luxemburg haben es 2007 die Jungs von ABSTRACT RAPTURE geschafft, die mit ihrem modern inszenierten Thrash ein breites Publikum ansprechen wollen und dies auch verdammt nochmal können.

„Igitt. Moderner Thrash. Bäh. Wer hat sowas nur erlaubt." So oder so ähnlich werden wohl viele Reagieren, wenn im Zusammenhang mit Geknüppel das Wort „modern" auftaucht. Denen zu helfen scheint die Aufgabe von ABSTRACT RAPTURE zu sein, die auf „Democadencia" ihren Beitrag zu diesem leidigen Thema abgeben und damit gewaltig Arsch treten.
Man schwankt irgendwo zwischen MACHINE HEAD, SOULFLY und SOILWORK; letzteres vor allem wenn es um den Gesang geht. Der Frontmann der Bande weiß genau, wie er sein sehr schwedisch angehacuhtes Organ zwischen Geschreih und Gesang verteilen muss, um gute Stimmung aufkommen zu lassen.
Im Titeltrack des Albums wird am ehesten deutlich wo man hin will. Die Mischung der genannten Bands weiß zu gefallen, man lässt sich den ein oder anderen technisch angehauchten Ausflug nicht entgehen und kommt mit viel Groove sehr catchy um die Ecke.
Was viele immernoch an Hatesphere bemängeln, macht man hier richtig: die Abwechslung wird verdammt groß geschrieben. Man geht rhythmisch weitaus ausgedehntere Wege als bei den Kollegen aus Dänemark, was vor allem in relativ vielschichtigen Brechern der Marke „Primal Sin Crisis" deutlich wird.
Experimentierfreudig erweist man sich auch im Track „Poisoned Love", wo zu Beginn der Haptrhythmus des Songs auf einer Flasche getrommelt wird, deren Zerbrechen dann jedoch den Startschuss für ein Groovegewitter sondersgleichen bietet.

Vielmehr kann man zu dieser Platte auch nicht sagen, wer mit den oben genannten Bands was anfangen kann, sollte auf einen Kauf spekulieren, um sich eine Newcomerband großer Klasse nicht entgehen zu lassen. Wer weiterhin behauptet, das Contests dieser Art die Szene zerstören, dem ist spätestens nach dieser Veröffentlichung nicht mehr zu helfen und mann kann ihn getrost als großartigen Spinner abtun.
Lediglich die Produktion ist ausbaufähig, was der Qualität der Musik natürlich keinen Abbruch tut. 


Bewertung:  8,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 54:38 min
Label: Maddening Media
Veröffentlichungstermin: bereits Veröffentlicht

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015