Paradise Lost - Faith Divides Us - Death Unites UsMehrfach-Wertung der RedaktionPARADISE LOST - die lebende Gothic-Metal-Legende ist auch nach den Feierlichkeiten zum zwanzigjährigen Jubiläum einfach nicht müde, sondern präsentiert uns mit "Faith Divides Us - Death Unites Us" ein brandneues Studio-Album; Numero Zwölf übrigens in der Historie.
Die Rückbesinnung zu alten Glanztaten beim Vorgänger "In Requiem" katapultierte die Briten gar in höhere Chart-Sphären (u.a. Platz 12 in diesem, unseren Lande!) und sorgte für Verzückung bei alten wie auch in den Jahren zuvor neu gewonnenen Fans.
Auch auf dem Live-Sektor entfachte man erneut das Engagement und die Leidenschaft der neunziger Jahre, was vielumjubelte Gigs zur Folge hatte (hier nachzulesen).

So war die Erwartungshaltung meinerseits an das neue Album "Faith Divides Us - Death Unites Us" sehr hoch angesetzt - aber bereits nach den ersten Durchläufen war mir bewusst: PARADISE LOST behalten den bei "In Requiem" eingeschlagenen Weg bei, gehen sogar noch einen Schritt weiter zurück - wie weit sich die Engländer ihren Wurzeln nähern, erfahrt ihr einen Klick weiter!

Und bereits beim zweiten Track fühle ich mich stark an "Shades Of God"-Zeiten und "Widow" ("Icon") erinnert, "Universal Dream" könnte fast glatt als "Pity The Sadness II" durchgehen,  "Frailty" wartet gar mit purem Death Metal-Riffing und massivem Double Bass-Einsatz auf und das markante Riff von "The Rise Of Denial" könnte sogar auf der altehrwürdigen "Gothic"-Scheibe zu hören gewesen sein.
Die alten Fans der Band werden alleine schon bei diesen drei Tracks Freudensprünge machen, das ist garantiert! Auch der Gesang Nick´s ist gerade bei diesen Songs noch eine Spur düsterer und grimmiger als beim Vorgängeralbum geraten - PARADISE LOST machen da wirklich keine halben Sachen!
Und auch die Moderne ist nicht an den Briten vorbeigezogen: Das für PL-untypische und Break-durchzogene Stakkato-Riffing bei "Living Scars" wird nur allzu gern von (Death-)Corigen Bands benutzt. Aber auch Freunde, die erst nach "Host" hinzugestoßen sind, bekommen ihr Futter: "First Light" beispielsweise umschwärmt mit dezentem Streicher-Keyboards und einem gemässigteren Holmes, wird aber von der typischen Mackintosh-Gitarre wieder auf den Boden der "neu-alten" PARADISE LOST zurückgeholt. Der Titeltrack besticht durch einen wunderschönen Refrain und ruhigen Passagen und geht mit dem gemächlicheren "Last Regret" einher.

Was einfach alle Tracks auszeichnet, ist diese typisch schwermütige Atmosphäre in Moll, die zwischen Verzweiflung, Wut und Hoffungslosigkeit pendelt und somit den perfekten Soundtrack für den Herbst darstellt - musikalisch auf dem gewohnt hohen Niveau sind PARADISE LOST wieder zurück auf dem Status, der ihnen gebührt: Das Maß aller Dinge in punkto Gothic-Metal! (Brix)

Bewertung: 8,5 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 46:06 min
Label: Century Media
Veröffentlichungstermin: 25.09.2009

Wertung der Redaktion
David Bernie Holger Maik Mika Rainer Seb
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