archer cullingtheweakDas kalifornische Trio ARCHER dürfte hierzulande noch nicht allzu bekannt sein, kein Wunder legt die Band aus Santa Cruz mit „Culling The Weak" gerade erst ihr Debütalbum vor; so wird es jedenfalls vom Label beworben, auch wenn ich der Meinung bin, dass es bereits weitere Tontröger von diesen ARCHER gibt. Wie auch immer, alsbald könnte sich das gewaltig ändern, denn die Band wird im Herbst und Spätherbst sowohl ANNIHILATOR als auch DORO „on the road" begleiten und auch besagtes Album scheint nicht von schlechten Eltern zu sein.

ANNIHILATOR sind dabei gar kein so schlechtes Stichwort, denn das Trio ist musikalisch gar nicht allzu weit von Jeff Waters und seinen ständig wechselnden Mi(e)tmusikern entfernt, als weitere Referenzen gehen ARMORED SAINT und MEGADETH durch.
Man pendelt sich also eher im traditionellen Heavy Metal ein, einige Thrash Metal Passagen sind quasi der Bonus, genauso wie die wenigen Ausflüge in Richtung des treibenden Heavy Rocks. Durch die Konstellation als Trio wirkt alles relativ kompakt und einigermaßen eingängig, für großartige spielerische Eskapaden bleibt da relativ wenig Spielraum, doppelte Gitarrenfeuer sind ebenso unmöglich wie progressive Abfahrten zwischen Gitarre, Bass und Keyboard.

Die Songs auf dem Debütalbum sind durchweg sehr basisch gehalten, das funktioniert interessanterweise in der zweiten Albumhälfte besser als in der ersten, insbesondere die ersten beiden Songs „Belief" und „Hurl The Cross" fallen durchs Raster. Richtig klasse wird „Culling The Weak" erst beim Titelstück sowie beim abschließenden Dreierpack „King For A Day", „Day That Never Came" und „My Atrocity", da hat man sich wirklich das Highlight bis zum Schluss aufgehoben.

Insgesamt gibt es acht Songs auf die Ohren, ARCHER orientieren sich also am Motto lieber Klasse abzuliefern als Massenware, abgesehen vom verbummelten Start gilt dieses Motto dann auch tatsächlich, das ist wirklich ein Pluspunkt von „Culling The Weak", ein weiterer heimst die Band für den Sound ein, der von Starproduzent Mike Clink beigesteuert wurde. Dieser fällt überraschend dreckig aus, gerade die eine Gitarre sowie der Gesang von Dylan Rose profitieren hiervon, der inspiriert von John Bush eine gute Leistung abliefert, ohne jedoch an diesen Meister der Meister heranzukommen.

Fassen wir zusammen, „Culling The Weak" ist ein sehr brauchbares Album, das zu Recht seine Fans finden wird, dem aber der letzte Punch fehlt, dass man ernsthaft über 8 oder gar 9 Punkte nachdenken könnte. (Maik)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 37:40 min
Label: Metalville/Rough Trade
Veröffentlichungstermin: 31.07.2015

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