warriorsoul backonthelashWas war ihnen eine goldene Zukunft prophezeit worden? Mit dem KILLING JOKE-Drummer Paul Ferguson an Bord erweckte das Debüt 1990 den Post Punk wieder zum Leben. Doch trotz zwei weiterer starker Alben, voll Wut, Melodie und Atmosphäre gelang der Durchbruch nicht. WARRIOR SOUL ereilte der Fluch der Verlogenheit der Neunziger, die stilistische Offenheit versprachen, und mit ihren Direktiven wären sie in der Zeit gefragt gewesen. Doch letzten Endes konnte die Industrie auch nur Seattle-Sound und Rap Metal vermarkten, alles andere fiel durch das Raster, so auch die Jungs um Kory Clarke. Nach zwei nicht ganz so starken Scheiben löste man sich auf, Clarke trieb sich in der Szene rum, heuerte sogar bei den Doomern TROUBLE an, doch nach über zehn Jahre reaktivierte er seine alte Formation wieder, die seitdem zwei Alben veröffentlicht hat. Das letzte hat nun auch schon fünf Jahre auf dem Buckel, so dass es für „Back On The Lash“ Zeit wurde.

amplifiedmemory vashermeticumBereits mit ihrem Debüt „The Ever Spinning Wheel“ (2013) hinterließen AMPLIFIED MEMORY aus München damals einen sehr guten ersten Eindruck bei mir. War hier doch eine Band am Werk, die sich wohltuend vom Gros der ewig gleich klingenden Death Metal Combos abhob. Da verwundert es nicht wirklich, dass die Bayern damals recht gute Kritiken für ihren Erstling erhielten.

souldrinker wariscomingNach 2 starken Eps legt die „Allstarband“ SOULDINKER nun endlich das heiß erwartete erste volle Album vor. Und das hohe Niveau wurde beibehalten. Geradliniger Metal mit fettesten Riffs und einer Power, die mitreißt. Die Produktion drückt, die Band groovt und über allem thronen die messerscharfen Vocals von Frontlady Iris Boanta. Geile Soli, Riffs und viel Feeling seitens der Klampfen, eine unbarmherzige Rhythmustruppe, sprich Bass und Drums können ebenso positiv verbucht werden. Bei aller Dreckigkeit und Brachialität wurde eine Sache nicht vernachlässigt: die Melodien und Hooklines!

riddlemaster bringthemagikdownMark Shelton, Kopf der Epic-Metal Legende MANILLA ROAD aus Wichita, Kansas, feiert im Dezember sein sechzigstes Wiegenfest. Rechtzeitig dazu erscheint ein weiteres Album aus seiner Kreativität, diesmal ist es das Projekt RIDDLEMASTER. Bei nicht wenigen dürfte es klick machen, war das nicht ein Song auf dem Bandklassiker „Crystal Logic“? Genau so ist es. Zusammen mit Originaldrummer Rick Fisher, der von 1979 – 1983 in der Band war und Bass-Spezi E.C. Hellwell entstand ein stimmiges Album im Stile der Frühwerke „Metal“, „Invasion“ oder eben „Crystal Logic“, worauf Fisher ja trommelte.

cloak tovenomousdepthsManchmal, da entdeckt man Bands ja, weil man mit der Nase drauf gestoßen wird. Oder weil man sie live sieht. Und manchmal auch durch ganz dubiose Umstände oder Zufälle. CLOAK habe ich eigentlich nur entdeckt, weil ich bei youtube nicht schnell genug war und plötzlich einer ihrer Songs lief. Der hat mich dann schon beim ersten Hören in den Bann gezogen. Als ich dann auch noch sah, dass das Debütalbum der Amerikaner gerade herausgekommen war, da wusste ich, was das heißt: Nichts wie ran an den Speck.

Marvel At TheSunshineFactoryZwei Jahre ist es nun schon her, dass MÄRVEL mit ihrem Mini-Album „The Hills Have Eyes“ kleine Begeisterungsstürme bei mir hervorriefen. Mit „At The Sunshine Factory“ legen die Schweden nun ein vollwertiges Album nach.

audn farvegirfyrndarAUÐN. Auch wieder so eine Band, die ich nur deshalb kenne, weil mich diverse Mitglieder einer bestimmten Band (ja, schon wieder HAMFERÐ) damit zugespammt haben. Und ich hab‘ es genossen! Nein, ehrlich. Die isländische Musikszene hält so manche Perle bereit, die bloß noch entdeckt werden muss. Und AUÐN ist eine davon. Die Band ist noch vergleichsweise jung, wurde 2010 gegründet und „Farvegir Fyrndar“ ist erst das zweite Album der Truppe.

Iron Maiden The Book Of Souls Live Chapter Mit Livealben sind die britischen Legenden IRON MAIDEN in den letzten Jahren nicht gerade sparsam umgegangen. Entgegen mancher der bisherigen Veröffentlichungen ist auf „The Book Of Souls: Live Chapter“ Nostalgie aber keineswegs das vorherrschende Thema, behandelt diese Live-CD doch vorwiegend das letzte Studioalbum „The Book Of Souls“.

hellintheclub seeyouonthedarksideDer Hair Metal der Achtziger ist seit ein paar Jahren wieder zurück, vor allem aus Skandinavien kommen immer wieder neue Bands, wobei diese Spielart da oben nie wirklich ausgestorben war. Italien ist da eher ein dunkler Fleck auf der Landkarte, ein Umstand, den HELL IN THE CLUB ändern wollen. Vor ein paar Jahren suchten SECRET SPHERE-Bassist Andrea „Andy“ Buratto sowie Davide „Dave“ Moras, der Sänger von ELVENKING nach etwas lockerem neben dem Bombast und dem Anspruch ihrer Hautbands. So kam die Idee mit der neuen Combo, die bisher drei Alben veröffentlicht hat. Nun haben sie bei Frontiers, dem großen Label ihres Heimatlandes, Fachkräften für diese Art Mucke, angedockt und ihnen als Einstand „See You On The Dark Side“ beschert.

jessandtheancientones thehorseandotherweirdtalesJESS AND THE ANCIENT ONES gehört zu den Bands, die ich alleine schon vom Namen her so interessant finde, dass ich sie mir mal anhören will. Irgendwie hat es bei den Finnen jedoch nie geklappt. Dann habe ich sie aber mehr oder weniger zufällig als Opener auf dem Dark Bombastic Evening Festival in Rumänien gesehen und die Band konnte mich dort auf Anhieb überzeugen.

appice sinisterDrummer Carmine Appice gründete 1967 die Psychedelic Rocker VANILLA FUDGE, nach deren Ende zog es ihn und seinen Rhythmuspartner Tim Bogert zu CACTUS und danach BECK, BOGERT & APPICE. KING KOBRA und BLUE MURDER waren seine Stationen in den Achtzigern, bevor er sich seinen Guitar Zeus-Projekten widmete. Sein ebenso jüngerer Bruder Vinnie fing direkt bei BLACK SABATH an, wo er Bill Ward ersetzte. Von dort nahm ihn Ronnie James Dio mit zu seiner eigenen Band DIO, bei beiden Formationen sollte er im Laufe der Jahre immer wieder auftauchen. Vor vier Jahren haben sich die beiden zusammen getan und unter „Drum Wars“ ein Livealbum mit Coverversionen aus ihrer Vergangenheit veröffentlicht. Nun firmieren sie schlicht unter APPICE und haben mit „Sinister“ quasi ihr Debütalbum unter die Leute gebracht.

mindpatrol vulturecityLuxemburg. Das kennt man hierzulande vor allem als den Ort, an den man fährt, wenn man billig tanken oder Kaffee und Medikamente günstig einkaufen will. Seit es die Rockhal gibt, ist das Land auch für zahlreiche hochkarätige Konzertveranstaltungen bekannt. Dass es da auch Metalbands gibt, das haben DESDEMONIA schon vor einigen Jahren bewiesen. Doch die gerieten (zumindest bei mir) ziemlich in Vergessenheit und mir lief keine Luxemburger Band mehr über die Füße, bis ich im Herbst 2016 MINDPATROL im Vorprogramm von WARREL DANE gesehen habe. Ach guck, es gibt sie doch noch, die luxemburgischen Metalbands.

ram rodWas wird die umtriebige Schwedenbande nach dem Überwerk „Svbversvm“ wohl bringen? Das werden sich wohl viele Fans gefragt haben. Nicht mehr und nicht weniger als ein großartiges Metalalbum, welches die Fahnen des traditionellen Stahls (weiterhin) glorreich hoch hält. Dafür sind sie bekannt. Auch wenn der Opener zunächst etwas sperrig rüberkommt, stellt sich nach einigen Durchläufen heraus, dass er doch bestens funktioniert. Andere setzen eine eingängige Speednummer an den Anfang. Nicht RAM: Sie müssen niemanden mehr etwas beweisen.

destruction thrashanthemsIIGanze zehn Jahre sind vergangen, seit DESTRUCTION 2007 mit „Thrash Anthems“ erstmals ihre Klassiker gebündelt auf einem Album veröffentlichten. Damals spielte man sämtliche Stücke unter der Regie von Jacob Hansen komplett neu ein und bot den Fans neben unverwüstlichen Evergreens wie „Mad Butcher“, „Bestial Devastation“ und „Curse The Gods“ mit „Deposition (Your Heads Will Roll)“ und „Profanity“ zwei nagelneue Songs.

santa cruz bbrDie finnischen Hardrocker von SANTA CRUZ und ich wir haben uns neulich in Stockholm leider knapp, nämlich um genau einen Tag, verpasst, so dass ich leider (noch) nicht in den Live-Genuss dieser Kapelle kommen konnte. Dafür darf ich jetzt „Bad Blood Rising“ reviewen, ein kleiner Trost.

 

vogelfrey inekstaseVOGELFREY habe ich vor Jahren zum ersten Mal auf dem Dong Open Air erlebt und fand sie wirklich gut. Einfach mal was anderes als der übliche Mittelalter-Metal, dazu eine schöne Portion Härte sowie eine ordentliche Prise Humor. Eine tolle Mischung. Das Album „12 Schritte zum Strick“ fand ich wirklich überzeugend und auch „Sturm und Klang“ gefiel mir gut, auch wenn sich dort schon abzeichnete, dass dem Humor immer mehr Raum gewährt wird.

kroh pyresMit ihrem letzten Album „Altars“ konnten mich KROH wirklich überzeugen. Da musste ich gar nicht überlegen, ob ich auch die nachfolgende EP „Pyres“ besprechen will. Die beginnt mit dem Song „Triumph Of Death“, der im Grunde als einziges langes Intro auftritt und wieder die typischen Trademarks und Sounds von „Altars“ aufgreift. So weit, so gut und so gewohnt.

wirtz diefünftedimesnionMit Erwartungen ist das als Mensch und als Journalist bekanntlich immer so eine Sache. Als ich mehr oder weniger aus einer Mischung aus Zufall und Neugierde mir im Sommer 2015 das „Auf Die Plätze Fertig Los“ Album von Daniel Wirtz zur Kritik vorgenommen habe, hatte ich nie im Leben damit gerechnet, dass mir erstens das Album so gut gefallen würde und dass mich zweitens in den Folgejahren kaum ein anderer Musiker/Künstler so sehr prägen würde wie der Frankfurter Junge, der auch schon einige Höhen und einige Tiefen in den letzten 15 Jahren mitgemacht hat.

vultureindustries strangertimesVULTURE INDUSTRIES werden immer noch gerne unter dem Label Avantgarde Black Metal verkauft, auch wenn ich den Black Metal noch immer nicht so wirklich in der Musik des Fünfers gefunden habe. Ich würde die Norweger dann doch eher in die experimentelle Progecke schieben, auch wenn sie da sowieso schneller wieder rausspringen, als man gucken kann.

wildlies prisonofsinsMelodisches Newcomerfutter aus Großbritannien steht uns mit WILD LIES ins Haus. Klingt auf's erste Ohr schon mal ziemlich ausgereift, was die Songstrukturen, Vocals und die Produktion betrifft. Nennen wir es „Altbewährtes trifft auf Modernes“. Denn im Grunde spielen die Jungs erdigen Hardrock, der ziemlich fett und drückend produziert wurde. Dennoch muss man beim Hören automatisch an die Poserbands der Achtziger denken, was eindeutig am Sänger liegt.


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