FLESHCRAWL geht ganz einfach: Man nehme je eine LP von DISMEMBER, BOLT THROWER und AMON AMARTH, vermenge die drei Zutaten zu einer homogenen Masse, lasse das Ganze von einem schwedischen Toningenieur aufnehmen, in einem deutschen Studio mastern und heraus kommt "Made of Flesh", das nunmehr siebte Album des Fünfers aus Süddeutschland, ihres Zeichens das mittlerweile wohl unumstrittene Aushängeschild des deutschen Death Metals. Doch merke: gut geklaut ist nur halb gewonnen, denn richtig abräumen tut man nur, wenn man das Ganze auch überzeugend darbietet. Zum Glück trifft letzteres auf FLESHCRAWL zu, denn mangelnde Eigenständigkeit in puncto Sound macht die Band durch überragendes Songwriting und eine mega-fette Produktion locker wieder wett.

Gerade anderthalb Jahre ist es her, dass uns EASY RIDER mit "Regeneration" die Ohren durchgepustet haben - und nun legen die fünf Spanier ein weiteres Album vor.
"Animal" ist eindeutig die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen musikalischen Weges - so weist das Album die gewohnt knalligen, schnellen Riffs in Verbindung mit ordentlichem Drumgewitter und diversen Breaks auf, die eng mit dem verwandt sind, was die hiesigen BRAINSTORM vom Stapel lassen. Und natürlich ist auch Sänger Ron Finn weiterhin mit von der Partie, der sich erneut als regelrechter Glücksgriff entpuppt, wenngleich er sich stimmlich ein wenig entwickelt hat und insgesamt ein wenig den aggressiven Unterton verloren hat und jetzt verdammt nah an STEEL PROPHET/DESTILLERY dran ist.

Nachdem im letzten Jahr VOODOMA mit der MiniCD "From Glory And Shade" ein erstes Ausrufezeichen setzen konnten, veröffentlicht die Band nun mit "Dimension V" das erste vollständige Album. Ja genau, Band. Denn Mikk und Marc haben sich Verstärkung geholt und VOODOMA zu einem Quintett erweitert.
Stilistisch hat sich bei den Düsseldorfern aber nichts verändert, weiterhin wird gutklassiger Melodic Rock/Metal gespielt.

Grob geschätzt 15 Jahre hat Sänger und Bassist Billy Greer bei den Rock-Urgesteinen von KANSAS mit seiner unverwechselbaren Art für diverse Hits gesorgt - und nachdem das erste Album "Seventh Key" seines gleichnamigen Soloprojekts 2001 ebenfalls ordentlich abgeräumt hat - gibt es mit "The Raging Fire" endlich Nachschub.
Verstärkt von einem herausragenden Mike Slamer (Ex-STREETS) als Gitarrist (und Keyboarder, Producer, Mixer...) sowie Jamie Thompson an den Drums wird eine "gelungene Mischung an straighten Rockern, außergewöhnlichen Balladen und rasanten Gitarrensoli" angekündigt.

Die Band DARTH wurde bereits im Jahr 1995 gegründet. Zahlreiche Besetzungswechsel brachten die Band allerdings nicht gerade nach vorn. So wurde 1999 ein neuer Anlauf gestartet. Das Line-Up wechselte zwar immer noch hin und wieder, allerdings konnten 2001 und 2002 immerhin 2 Demos veröffentlich werden. Nun wurde via Crude Entertainment das erste echte Album auf die Menschheit losgelassen.

Nach 3 Demos in den Jahren 2002 und 2003 legen MISERY INC. nun via Golden Core ihr Debütalbum vor. Dabei greifen die Finnen kräftig auf das gute Material der Vergangenheit zurück und packen gleich 6 Songs der Demos auf das Album.

Na so was - da hat sich doch glatt wieder eine "All-Star-Band" zusammengefunden - Steve Overland von FM am Mikro, Steve Morris von HEARTLAND an der Sechssaitigen - und dazu noch die Rhythmussektion von THUNDER in Form von Bassist Chris Childs und Drummer Harry James.
Dabei herausgekommen ist SHADOWMAN und das Debütalbum "Land Of The Living" - eine äußerst abwechslungsreiche AOR-Scheibe, die elf kleine Meisterwerke enthält - mit vielen ruhigen Passagen, einigen rockigen Abschnitten - aber immer mit genügend Drive.
Insbesondere Steve Overland veredelt mit seiner ausdrucksstarken Stimme die Titel und sorgt in Verbindung mit Steve Morris' melodiösen Gitarrenspiel dafür, dass man die CD kaum "einfach so nebenbei" hören kann, sondern intensiv zuhören muss.

Die Geschichte von BLIND ALLEY beginnt bereits Anfang der 90er - damals hießen die Jungs noch FORTUNE, dann irgendwann mal SHADOW PLAY - und nach ein paar Besetzungswechseln schließlich seit 1996 in der heutigen Form BLIND ALLEY - als Trio.
Einen Drummer gibt's nicht - dessen Parts und zudem das ein oder andere Instrument werden von Kollege Computer erledigt, den Magnus Olsson bearbeitet. Weiterhin Pierre Glans (Ex-BAD BREATH, Ex-STARGAZER) an der Gitarre und Hans Dimberg hauptamtlich am Mikro - wobei die beiden anderen auch für "Leadvocals" zuständig sind.

Eine Casting-Show jagt die nächste - höchste Zeit, mal ein paar Takte über das Business, das künstliche Pushen von talentfreien Eintagsfliegen und dem ganzen drumherum loszuwerden... das dachten sich die Jungs von PINK CREAM 69.
Und offensichtlich hat sich der Vierer um Sänger David Readman mächtig darüber aufgeregt - denn "Thunderdome" wirkt nicht nur gereifter als die Vorgängeralben, nein, fast durchgängig ein bis zwei Nuancen härter und aggressiver - nicht zuletzt sorgt Sänger Readman selber für die Weiterentwicklung der Songs.

Die beiden MERCYFUL FATE Musiker Hank Shermann und Michael Denner gründeten im September 2002 die Band FORCE OF EVIL. Geeignete Mitstreiter waren mit Martin Steene (IRONFIRE), Hal Patino (KING DAIMOND) und Bjarne T. Holm (MERCYFUL FATE) schnell gefunden. Das hat schon fast was von einer Allstar-Band :-)

DEVIATED PRESENCE entstand im Jahre 2001 noch als Soloprojekt von Sänger/Gitarrist Felix. In der Zwischenzeit hat er aber eine schlagkräftige Mannschaft um sich versammelt (u.a. SYMBIONTIC-Drummer Hartmut), so dass es nun sowohl live als auch auf Platte richtig losgehen kann.

Dass aus Skandinavien auch mal was anderes als düsterer Black Metal kommen kann, das beweisen WUTHERING HEIGHTS.
Die fünf Jungs haben in ihrer knapp zehnjährigen Geschichte schon diverse Besetzungswechsel hinter sich gebracht und bekommen nun nach bereits zwei Veröffentlichungen gesangliche Unterstützung von ASTRAL DOORS-Frontmann Nils Johannson. Das dritte Album "Far From The Madding Crowd" führt konsequent den Stil der Band fort - episch angelegte, melodiöse Titel mit sowohl progressiven als auch mittelalterlichen Einflüssen.
Wie? Das war nicht deutlich genug? Ok - Vergleiche mit Bands wie BLIND GUARDIAN oder SYMPHONY X kommen beim Hören sofort auf.

"Emotional Disorder" heißt das Debütalbum der fünf Spanier INNERSELF - und das rumpelt mächtig und dürfte so ziemlich am oberen Ende der Härteskala rangieren, was das Label Locomotive Music so zu bieten hat. Sowohl die Musik als auch die Titel/Texte sind reichlich düster geraten - Titel wie "Desperate" oder "Hate Feeds Hate" sind da nur Beispiele - Textauszug gefällig? Bitte sehr: "The human race falling fulminated - there's no escape, now it's too late." (Ebola). Und trotz der Härte bauen INNERSELF immer wieder klassische Riffs ein, die den Songs ihren eigenen Stil geben.
Dass ein gewisser Mika Jussila, der auch für MOONSPELL oder CHILDREN OF BODOM die Finger am Mischpult hatte, hier ein wenig mitgemischt hat, ist nicht von der Hand zu weisen.

Der Titel lässt es erahnen - Frontiers Records haben vor, aus INFLUENCES & CONNECTIONS eine Reihe von Veröffentlichungen zu machen, in denen diverse Bands ihre Hits zusammen mit ihren Vorbildern / Weggefährten, etc. neu auflegen dürfen.
Den Startschuss feuern MR. BIG ab - die Jungs um Bassist Billy Sheehan verstanden es immer, melodiöse Rocksongs zu schreiben - leider beschränkte sich der große Erfolg hierzulande weitestgehend auf die beiden Herzensbrechernummern "To Be With You" und "Wild World" in den 90ern - und nachdem Gitarrist Paul Gilbert Ende der 90er der Band den Rücken kehrte, war nach zwei weiteren (ausschließlich in Japan veröffentlichten) Alben mit Neubesetzung Ritchie Kotzen 2002 dann endgültig Schicht im Schacht.
Insofern dürfte sich mit diesem Album wohl die letzte Gelegenheit für Fans bieten, die Songs von MR. BIG noch einmal von den Bandmitgliedern - zwar nicht live, aber immerhin in aufgefrischter Version präsentiert zu bekommen.
Und die Unterstützung, die das Quartett bekommt, kann sich sehen lassen - die Liste reicht von Joe Lynn Turner (z.B. Ex-RAINBOW) und Glenn Hughes (z.B. Ex-DEEP PURPLE) über Yngwie Malmsteen und Marty Friedman (MEGADETH) bis zu Steve Lukather und Keanu Reeves (!).

Die Geschichte von GORGONS EYES reicht bis zur Gründung im Jahr 1992 zurück. Das Line-Up musste aber in den ersten Jahren immer wieder verändert werden und somit ist bis auf das Demotape "Battletales" (im Jahre 1996) nichts veröffentlicht worden. 3 Jahre später kam mit "Bold And Unbroken" mal wieder eine 3-Track CD auf den Markt. Richtig durchgestartet wird aber erst jetzt mit dem ersten vollständigen Album "The Battle Rages On".

Die Band GEZEITEN kommt aus der Schweiz und gibt mit "Demo CD 2003" (toller Titel) ihr zweites Lebenszeichen in Form eines Tonträgers ab. Das erste Album "Bazzyllus" stammt aus dem Jahre 2000 und so wurde es wirklich mal Zeit für neuen Stoff.

Die Formation ASSUMPTION OF MIGHT wurde im Herbst 1999 gegründet und hat sich, nach eigener Aussage, der Mischung aus Black und Death Metal verschrieben.

Dies ist aber nur bedingt der Fall. Also soundmäßig erinnert mich das alles sehr an die Black Metal Bands Anfang der 90er Jahre. Wobei gerade bei den Riffs durchaus auch Death Metal Elemente vorhanden sind.

Es gab in den 90ern wohl keine andere Band, die in die schwedische Death Metal-Szene so viele Innovationen eingebracht hat, wie EDGE OF SANITY, allen voran Bandleader Dan Swanö. Alben wie "Unorthodox", "Purgatory Afterglow" und besonders das geniale "The Spectral Sorrows" zählen nach wie vor zu den Highlights dieses Genres, das sich wahrlich nicht über eine geringe Anzahl an qualitativ hochwertigen Outputs beschweren muss. Umso unwürdiger war dann das (vorläufige) Ende dieser Götterband im Jahre 1997: nach dem relativ schwachen "Infernal", das praktisch von zwei autarken und zerstrittenen Bands (Swanö zum einen, die übrigen EoS-Mitglieder zum anderen) aufgenommen wurde, stieg Swanö aus, und mit einem neuen Sänger wurde "Cryptic" veröffentlicht, das aber nicht im geringsten dieser Band gerecht wurde. Dieses war, abgesehen vom (sehr erlesenden) Best-of-Album "Evolutions" das bislang letzte Lebenszeichen dieser Legende.

Achtung, die große Ultrabrutale ist im Anmarsch! Einen richtig dicken Fisch haben sich Osmose Productions mit den australischen ABOMINATOR an Land gezogen.
Deren Death Metal Gebolze, das es mit vergleichbarem Material von US-Combos wie ANGELCORPSE und DEICIDE locker aufnehmen kann, war außerhalb des fünften Kontinents bisher eher Underground-Fans ein Begriff. Mit dem neuen Plattenvertrag im Rücken könnte sich der Bekanntheitsgrad der vier Aussies hierzulande sicher immens vergrößern, die Qualität dazu hat die Horde um Frontmann Max Krieg allemal.

Zu Bands wie DEEP PURPLE oder RAINBOW muss man sicher kaum mehr große Reden schwingen, um auf ihre Bedeutung in der Entwicklung des Rock/Metal hinzuweisen - und auch der Mann, der federführend hinter beiden Bands stand, dürfte hinreichend bekannt sein - Ritchie Blackmore - spätestens seit "Smoke On The Water" DAS personifizierte Gitarrenriff...
Auch wenn der Titel BLACKMORE's CASTLE es vermuten lässt - Mr. Blackmore selbst hat hier seine Finger nicht im Spiel gehabt - vielmehr wollen einige Musiker des Jetzt dem guten Ritchie mit diesem Album ihren Dank zollen.
Freundlicherweise weist das Infoblatt ausdrücklich darauf hin, dass diese Bands es erst gar nicht versuchen wollten, "perfekte Songs" noch zu verbessern… das wäre bei der vertretenen Songauswahl auch reichlich vermessen - von "Perfect Strangers" bis "Man On The Silver Mountain" ist schließlich alles äußerst hochkarätig.


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