Kaum zu glauben, aber mit "Kings And Queens" präsentiert der exzellente Gitarrist bereits sein zehntes "Solo"-Album. Muss man den Mann aus Wattenscheid noch groß vorstellen?
Vorher mit STEELER und seit 1989 unter eigenem Namen veröffentlicht Pell mit schöner Regelmäßigkeit astreine Alben, die vor allem durch die eindringlichen Melodien in teils recht epischen Kompositionen bestechen und dazu geführt haben, dass der Mann sich als eine feste Größe im deutschen Metalbereich etabliert hat.
Auch wenn die Besetzung der Band seit einigen Alben konstant geblieben ist, heißt es ja offiziell "Solo"-Album - und den Rest der Band könnte man denn auch fast als "All-Star-Project" auffassen - sind doch die anderen Mitglieder noch in diversen anderen Bands aktiv - angefangen bei Keyboarder Ferdy Doernberg (ROUGH SILK), dem charismatischen Sänger Johnny Gioeli (z.B. HARDLINE) und natürlich der nimmermüden Drum-Machine Mike Terrana (z.B. RAGE).

Die Band BOOZED besteht inzwischen seit zwei Jahren und liefert hier ihr Debütalbum ab. Laut Labelinformation soll sich die Band irgendwo zwischen AC/DC und NASHVILLE PUSSY vom Sound her bewegen. Aber bei allem Ernst, das was ich hier höre ist ganz klassischer Punk Rock mit vielleicht einer Ausnahme. Hat also so rein gar nichts von AC/DC und Konsorten. Das soll nicht bedeuten das die Band schlechte Musik macht. Das ist es bestimmt nicht, gerade die ersten beiden Songs auf dieser CD gefallen mir gut.

Mit "Usual Tragedy" legen KARELIA ihr Debütalbum vor - und beweisen damit zuerst einmal, dass der Metal in Frankreich bei weitem nicht tot ist!
Matthieu Kleiber (Gitarre/Gesang) und Betrant Maillot (Keyboards) bilden das kompositorische Herzstück der Newcomer, die sich mit diesem Album eindeutig zwischen NIGHTWISH und AVANTASIA platzieren. Und das nicht nur aufgrund des stilvollen Coverartworks (von M. Mayer), sondern auch gerade wegen der symphonischen Arrangements, die sich durch das gesamte Album ziehen und bisweilen auch im Vordergrund der Songs stehen - auch wenn das Orchester allein aus dem Computer stammt.

Jack Blades ist einer der Großen im Musikbusiness - in den Achtzigern hat der Sänger und Bassist diverse Platinalben mit NIGHT RANGER gesammelt. Nach dem Split ging's nicht minder erfolgreich mit den DAMN YANKEES weiter. Daneben schreibt er Songs für andere Bands und Künstler wie AEROSMITH, STYX, OZZY OSBOURNE und sogar Songs für Filme wie Armaggeddon.
Und als seien dies alles noch nicht genügend Meilensteine in seiner Karriere - veröffentlicht er nun sein erstes Soloalbum - welches ganz bescheiden einfach nur "Jack Blades" betitelt ist. Die Liste an namhaften Kollegen, die hier mitgewerkelt haben, kann sich sehen lassen - Tommy Shaw (STYX), Michael Lardie (GREAT WHITE) sowie JOURNEY-Gott Neal Schon, um nur einige zu nennen - zudem die alten NIGHT RANGER-Kollegen wie Kelly Keagy & Co.

Der Name SHARDLESS ist noch recht neu. Die Band ging letztes Jahr aus der Formation THE PRIOR'S DIARY hervor, die sich nach dem Ausstieg von Sänger Tom mehr oder weniger auflöste. Neues Songmaterial war aber schnell komponiert und so liegt mit "Newday" nun das erste Album unter dem Namen SHARDLESS vor.

"The German Metal Commando strikes back" - und zwar mit einem fetten Paukenschlag namens "Devil's Ground".
Erst seit 1998 existiert die Band um Bassist/Songwriter Mat Sinner und Ausnahmesänger Ralf Scheepers - und pünktlich zum bereits fünften Studioalbum ist das Besetzungskarussell erstmals so richtig ins Rollen gekommen - Rhythmusmaschine Klaus Sperling hat seinen Platz zu Gunsten von Ex-ANNIHILATOR-Drummer Randy Black geräumt - und auch Gitarrist Henny Wolter ist dem ursprünglichen Klampfer Tom Naumann gewichen.

Endlich ist es da, das mittlerweile achte Studioalbum der britischen Doom-Rocker MY DYING BRIDE. Nach ihrer etwas durchwachsenen und für meine Begriffe teilweise recht langweiligen siebten Scheibe "The Dreadful Hours" von 2001, dem absolut überzeugenden und Maßstäbe in puncto Atmosphäre setzendem Auftritt auf dem W:O:A 2002 sowie dem Release einer DVD war es eine Weile still um diese Ausnahmecombo geworden. Untätig waren die Herren anscheinend in der Zwischenzeit nicht, sondern bieten auf der neuen Scheibe acht allerfeinst komponierte und fantastisch klingende Meisterwerke dar, so dass sich das Warten auf "Songs of Darkness..." gelohnt hat.

FLESHCRAWL geht ganz einfach: Man nehme je eine LP von DISMEMBER, BOLT THROWER und AMON AMARTH, vermenge die drei Zutaten zu einer homogenen Masse, lasse das Ganze von einem schwedischen Toningenieur aufnehmen, in einem deutschen Studio mastern und heraus kommt "Made of Flesh", das nunmehr siebte Album des Fünfers aus Süddeutschland, ihres Zeichens das mittlerweile wohl unumstrittene Aushängeschild des deutschen Death Metals. Doch merke: gut geklaut ist nur halb gewonnen, denn richtig abräumen tut man nur, wenn man das Ganze auch überzeugend darbietet. Zum Glück trifft letzteres auf FLESHCRAWL zu, denn mangelnde Eigenständigkeit in puncto Sound macht die Band durch überragendes Songwriting und eine mega-fette Produktion locker wieder wett.

Gerade anderthalb Jahre ist es her, dass uns EASY RIDER mit "Regeneration" die Ohren durchgepustet haben - und nun legen die fünf Spanier ein weiteres Album vor.
"Animal" ist eindeutig die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen musikalischen Weges - so weist das Album die gewohnt knalligen, schnellen Riffs in Verbindung mit ordentlichem Drumgewitter und diversen Breaks auf, die eng mit dem verwandt sind, was die hiesigen BRAINSTORM vom Stapel lassen. Und natürlich ist auch Sänger Ron Finn weiterhin mit von der Partie, der sich erneut als regelrechter Glücksgriff entpuppt, wenngleich er sich stimmlich ein wenig entwickelt hat und insgesamt ein wenig den aggressiven Unterton verloren hat und jetzt verdammt nah an STEEL PROPHET/DESTILLERY dran ist.

Nachdem im letzten Jahr VOODOMA mit der MiniCD "From Glory And Shade" ein erstes Ausrufezeichen setzen konnten, veröffentlicht die Band nun mit "Dimension V" das erste vollständige Album. Ja genau, Band. Denn Mikk und Marc haben sich Verstärkung geholt und VOODOMA zu einem Quintett erweitert.
Stilistisch hat sich bei den Düsseldorfern aber nichts verändert, weiterhin wird gutklassiger Melodic Rock/Metal gespielt.

Grob geschätzt 15 Jahre hat Sänger und Bassist Billy Greer bei den Rock-Urgesteinen von KANSAS mit seiner unverwechselbaren Art für diverse Hits gesorgt - und nachdem das erste Album "Seventh Key" seines gleichnamigen Soloprojekts 2001 ebenfalls ordentlich abgeräumt hat - gibt es mit "The Raging Fire" endlich Nachschub.
Verstärkt von einem herausragenden Mike Slamer (Ex-STREETS) als Gitarrist (und Keyboarder, Producer, Mixer...) sowie Jamie Thompson an den Drums wird eine "gelungene Mischung an straighten Rockern, außergewöhnlichen Balladen und rasanten Gitarrensoli" angekündigt.

Die Band DARTH wurde bereits im Jahr 1995 gegründet. Zahlreiche Besetzungswechsel brachten die Band allerdings nicht gerade nach vorn. So wurde 1999 ein neuer Anlauf gestartet. Das Line-Up wechselte zwar immer noch hin und wieder, allerdings konnten 2001 und 2002 immerhin 2 Demos veröffentlich werden. Nun wurde via Crude Entertainment das erste echte Album auf die Menschheit losgelassen.

Nach 3 Demos in den Jahren 2002 und 2003 legen MISERY INC. nun via Golden Core ihr Debütalbum vor. Dabei greifen die Finnen kräftig auf das gute Material der Vergangenheit zurück und packen gleich 6 Songs der Demos auf das Album.

Na so was - da hat sich doch glatt wieder eine "All-Star-Band" zusammengefunden - Steve Overland von FM am Mikro, Steve Morris von HEARTLAND an der Sechssaitigen - und dazu noch die Rhythmussektion von THUNDER in Form von Bassist Chris Childs und Drummer Harry James.
Dabei herausgekommen ist SHADOWMAN und das Debütalbum "Land Of The Living" - eine äußerst abwechslungsreiche AOR-Scheibe, die elf kleine Meisterwerke enthält - mit vielen ruhigen Passagen, einigen rockigen Abschnitten - aber immer mit genügend Drive.
Insbesondere Steve Overland veredelt mit seiner ausdrucksstarken Stimme die Titel und sorgt in Verbindung mit Steve Morris' melodiösen Gitarrenspiel dafür, dass man die CD kaum "einfach so nebenbei" hören kann, sondern intensiv zuhören muss.

Die Geschichte von BLIND ALLEY beginnt bereits Anfang der 90er - damals hießen die Jungs noch FORTUNE, dann irgendwann mal SHADOW PLAY - und nach ein paar Besetzungswechseln schließlich seit 1996 in der heutigen Form BLIND ALLEY - als Trio.
Einen Drummer gibt's nicht - dessen Parts und zudem das ein oder andere Instrument werden von Kollege Computer erledigt, den Magnus Olsson bearbeitet. Weiterhin Pierre Glans (Ex-BAD BREATH, Ex-STARGAZER) an der Gitarre und Hans Dimberg hauptamtlich am Mikro - wobei die beiden anderen auch für "Leadvocals" zuständig sind.

Eine Casting-Show jagt die nächste - höchste Zeit, mal ein paar Takte über das Business, das künstliche Pushen von talentfreien Eintagsfliegen und dem ganzen drumherum loszuwerden... das dachten sich die Jungs von PINK CREAM 69.
Und offensichtlich hat sich der Vierer um Sänger David Readman mächtig darüber aufgeregt - denn "Thunderdome" wirkt nicht nur gereifter als die Vorgängeralben, nein, fast durchgängig ein bis zwei Nuancen härter und aggressiver - nicht zuletzt sorgt Sänger Readman selber für die Weiterentwicklung der Songs.

Die beiden MERCYFUL FATE Musiker Hank Shermann und Michael Denner gründeten im September 2002 die Band FORCE OF EVIL. Geeignete Mitstreiter waren mit Martin Steene (IRONFIRE), Hal Patino (KING DAIMOND) und Bjarne T. Holm (MERCYFUL FATE) schnell gefunden. Das hat schon fast was von einer Allstar-Band :-)

DEVIATED PRESENCE entstand im Jahre 2001 noch als Soloprojekt von Sänger/Gitarrist Felix. In der Zwischenzeit hat er aber eine schlagkräftige Mannschaft um sich versammelt (u.a. SYMBIONTIC-Drummer Hartmut), so dass es nun sowohl live als auch auf Platte richtig losgehen kann.

Dass aus Skandinavien auch mal was anderes als düsterer Black Metal kommen kann, das beweisen WUTHERING HEIGHTS.
Die fünf Jungs haben in ihrer knapp zehnjährigen Geschichte schon diverse Besetzungswechsel hinter sich gebracht und bekommen nun nach bereits zwei Veröffentlichungen gesangliche Unterstützung von ASTRAL DOORS-Frontmann Nils Johannson. Das dritte Album "Far From The Madding Crowd" führt konsequent den Stil der Band fort - episch angelegte, melodiöse Titel mit sowohl progressiven als auch mittelalterlichen Einflüssen.
Wie? Das war nicht deutlich genug? Ok - Vergleiche mit Bands wie BLIND GUARDIAN oder SYMPHONY X kommen beim Hören sofort auf.

"Emotional Disorder" heißt das Debütalbum der fünf Spanier INNERSELF - und das rumpelt mächtig und dürfte so ziemlich am oberen Ende der Härteskala rangieren, was das Label Locomotive Music so zu bieten hat. Sowohl die Musik als auch die Titel/Texte sind reichlich düster geraten - Titel wie "Desperate" oder "Hate Feeds Hate" sind da nur Beispiele - Textauszug gefällig? Bitte sehr: "The human race falling fulminated - there's no escape, now it's too late." (Ebola). Und trotz der Härte bauen INNERSELF immer wieder klassische Riffs ein, die den Songs ihren eigenen Stil geben.
Dass ein gewisser Mika Jussila, der auch für MOONSPELL oder CHILDREN OF BODOM die Finger am Mischpult hatte, hier ein wenig mitgemischt hat, ist nicht von der Hand zu weisen.


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