In Finnland räumen DIABLO seit ihrem Debüt "Elegance In Black" aus dem Jahre 2000 kräftig ab - tummeln sich dort in den Charts und füllen die Hallen bis auf den letzten Platz.
Dabei ist der Sound der "Metal-Bulldozer" eigentlich alles andere als "charts-kompatibel" - das bislang dritte Album "Eternium" strotzt vor SLAYER- und TESTAMENT-Anleihen, ist vom Gitarrensound bisweilen ein wenig mit RAMMSTEIN vergleichbar - und oben drauf sattelt Sänger Rainer Nygard noch einen interessanten Mix aus fast cleanem Gesang und Death-Growls.

Bands aus Spanien die ihre Texte ebenfalls auf Spanisch singen - und die zudem über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind… da gibt es hauptsächlich MÄGO DE OZ und TIERRA SANTA - danach wird die Luft schon ziemlich dünn.
Aus Madrid schicken sich nun CIRCUS an, in die Fußstapfen der großen Bands zu treten und können dank des Plattendeals mit Locomotive nun ihr Debütalbum vorlegen - welches schlicht und ergreifend ebenfalls "Circus" betitelt ist.

MELIAH RAGE gibt es tatsächlich immer noch. Seit 1985 ist die Band jetzt schon mehr oder weniger aktiv. Leider ist es in den letzten Jahren um die Band aus Boston etwas still geworden. Mit "Barely Human" veröffentlicht die Band nun das fünfte Studioalbum.

Nach drei Jahren Wartezeit melden sich PURGATORY, Sachsens Aushängeschild in Sachen Death Metal, mit ihrem vierten Longplayer zurück. Auf "Luciferianism" wird in knapp 35 Minuten ein ordentliches und energiegeladenes Soundgewitter runtergeholzt und damit nahtlos an die Vorgängerscheibe "Blessed With Flames Of Hate" angeknüpft.
Wer auf DEICIDE, SOULREAPER oder vor allem VADER steht und PURGATORY noch nicht kennt, sollte sie schleunigst mal antesten, von der Spielweise und auch vom Können her steht der Vierer aus Ostdeutschland seinen Vorbildern in nichts nach. Technisch haben die Jungs, allen voran Gitarrist Rene, einiges drauf und zeigen dies auf "Luciferianism" deutlich.

Na, das hat ja mal wieder gewaltig gekracht! Anderthalb Jahre nach der Hammerscheibe "Versus the World" legen AMON AMARTH noch mal eine Schippe drauf und können den schon supremen Vorgänger mit "Fate Of Norns" noch einmal toppen. Hegg, Mikkonen, Söderberg, Lundström und Andersson, so lauten die Namen der wahrscheinlich letzten lebenden Vertreter des blutrünstigen Volkes der Winkinger. Und hätten ihre segelnden, Krieg führenden und plündernden Vorfahren damals vor 1000 Jahren schon E-Gitarren und Schlagzeug mit auf ihren Drachenbooten gehabt, der Viking Death Metal im Stile von AMON AMARTH wäre ein alter Hut. Ist er aber nicht und kommt somit auf der neuen Scheibe wieder in Form von acht taufrischen, energiegeladenen Stampfern daher.

Heuer gibt es DARKTHRONE Teil elf, bald ist das Dutzend Alben voll. Die Protagonisten des norwegischen Black Metals, Fenriz und Nocturno Culto, sind mal wieder schwer am Start. Diesmal mit "Sardonic Wrath", wobei der Krach der gleiche bleibt wie auf allen anderen DARKTHRONE-Platten auch.

Schon drei Jahre ist es her, dass SAXON mit "Killing Ground" ihr letztes Studioalbum abgeliefert haben - seitdem waren die Briten zwar bei weitem nicht weg von der Bildfläche - schließlich gab's mit "Heavy Metal Thunder" ein Best-Of und mit "The Saxon Chronicles" eine Doppel-DVD - ganz zu schweigen von den vielen Live-Auftritten - aber all das diente mehr dazu den Fans die Wartezeit zum neuen Studio-Longplayer ein wenig zu verkürzen.

Aller guten Dinge sind drei - und so schicken sich die Mannen von RING OF FIRE an, mit "Lapse Of Reality" ihr nunmehr drittes Studioalbum unter's Volk zu bringen. Um die Wartezeit seit dem letzten Album "Dreamtower" ein wenig zu verkürzen, hatte die Band um Ausnahmegitarrist Tony MacAlpine 2003 das Live-Album "Burning Live In Tokyo" veröffentlicht, was zwar technisch brillante Instrumentalisten präsentierte, jedoch ein wenig unter zu ausufernden Soli und einem stimmlich etwas wackeligen Mark Boals (Ex-MALMSTEEN) am Mikro litt - einen Besetzungswechsel später (Steve Weingart hat Keyboarder Vitalij Kuprij abgelöst) befindet sich die Band laut Plattenfirma auf ihrem kreativen Höhepunkt und liefert mit "Lapse Of Reality" eine (Zitat) "himmlische Performance" ab - nun denn:

Na so was, schon wieder ein Newcomer im "Melodic Rock"-Bereich... Der junge Mann, der auf den Promo-Fotos so brav und unschuldig strahlt, als müsste er direkt Horden an Schwiegermüttern umgarnen ist Paul Bonrud - und der legt mit seinem selbstbetitelten Debütalbum "Bonrud" ein Album in einer Stilrichtung vor, in der sich derzeit geringfügig mehr als eine Handvoll Musiker tummelt. Kein leichter Stand für den Multi-Instrumentalisten, der eigentlich ein sprichwörtliches Solo-Album abliefert - neben Gitarre, Bass und Keyboards übernimmt er einige Gesangsparts und die Percussions - und hat das Ganze auch noch selber produziert... aber schlussendlich hat er sich an den Drums doch noch eines "Hauptberuflichen" in Person von Paul Higgins bedient - und die Lead Vocals übernimmt der bislang eher unbekannte, aber durchaus hochwertige Dave Hendricks.

Dass Schweden eine – für die relativ geringe Einwohnerzahl – erstaunlich hohe Anzahl an qualitativ hochwertigen Metal-Bands rausgebracht hat, dürfte den meisten Metalheads nicht entgangen sein. Und wenn schwedische Combos mal nicht gerade ein neues Genre oder Sub-Genre, gerade im extremen Metal-Bereich, erfinden, greifen sie schon mal bereits existierende und oftmals ein wenig angestaubte Stilrichtungen, bevorzugt im klassischen Metal-Bereich, auf, verfeinern sie und machen sie auch für die aktuelle Szene wieder salonfähig. Dieser These folgend könnte man HAMMERFALL beispielsweise durchaus als die schwedischen HELLOWEEN bezeichnen, HYPNOSIA (RIP) als die schwedischen KREATOR und WOLF als die schwedischen alten IRON MAIDEN. Welchen Stempel man diesbezüglich PERSUADER aufdrücken könnte, wird schon nach kurzem Hinhören relativ klar.

Vor mir liegt nun eine Promo CD von Orkus mit jeweils zwei Songs von Erstlingswerk "Thorns" und der aktuellen CD "Worms Of Tomorrow". Da wir schon ein Review zu dem Album "Thorns" haben, gehe ich jetzt nur auf die zwei Songs vom aktuellen Album ein.

Der Mann kann es nicht lassen - wo hat Glenn Hughes nicht schon überall seine Finger - oder seine Stimmbänder - im Spiel gehabt… bei DEEP PURPLE (damals sicher nicht ganz unschuldig am Weggang von Gitarrengott Blackmore), Gaststpiele bei BLACK SABBATH und GARY MOORE bis hin zu MÖTLEY CRÜE. Nicht zu vergessen die Anfänge mit TRAPEZE, wo er unter anderem mit dem späteren JUDAS PRIEST-Drummer Dave Holland spielte.
Und zwischen seinen mittlerweile regelmäßig veröffentlichten Soloalben - zuletzt das gelungene "Songs In The Key Of Rock" aus 2003 - lädt er mal eben eine Schar handverlesener Freunde in seine Heimatstadt ein und spielt eine Liveshow in besonderer Atmosphäre.
So geschehen am 11. Januar 2004 - und natürlich wurde das Ganze direkt mitgeschnitten und nun als Doppel-CD, bzw. DVD "Soulfully Live In The City Of Angels" verwertet.
Hughes - "The Voice Of Rock" - umgibt sich selbstverständlich nur mit adäquaten Musikern, so sind beispielsweise RED HOT CHILI PEPPERS-Drummer Chad Smith oder Ex-QUIET RIOT Sänger Kevin DuBrow als Backing Vocalist mit von der Partie.

Nach und nach kommen in den letzten Jahren immer mehr gute Bands aus Irland zum Vorschein. Mit SCAVENGER ist eine weitere Band bereits aus den Startlöchern gekommen, denn ein erstes Lebenszeichen gab es 2002 mit einem Demo. Sentinel Records wurden auf die Band aufmerksam und dort erscheint nun das erste Album, welches auf den Titel "Madness To Our Method" hört.

Die schwedischen Death Metal Veteranen haben sich mal wieder im hauseigenen Abyss-Studio verschanzt um ein neues Machwerk zu fabrizieren. Immerhin ist "The Arrival" schon das neunte Album des Trios um Peter Tägtgren. Meine Hoffnung, die Jungs würden endlich mal wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren und uns Nackenbrecher a la "Penetralia" oder "Osculum Obscenum" um die Ohren hauen, sinkt dabei mehr und mehr.
Immerhin ist die atmosphärische und melodische Musik, die HYPOCRISY seit dem dritten Album "The Fourth Dimension" fabrizieren, im Grunde gar nicht schlecht, und jede Platte klingt seitdem im Zuge eines ständigen Prozesses der musikalischen Weiterentwicklung etwas anders. Diese hier auch, jedoch ist sie meiner Meinung nach bedeutend schwächer als "Catch 22", ihrem genialen Vorgänger.

Bereits vor gut 4 Jahren wurde die Band MEDUSA'S CHILD gegründet. Nach der 2-Track Demo CD "Awake" und der Maxi CD "Blue Roses" legen die Thüringer nun via STF-Records ihr erstes Album vor. Mir war die Band bis dahin unbekannt, aber die Info vom Label ließt sich ganz interessant. U.a. ist dort von "treibenden Powerriffs" und "treibenden Drums" die Rede. Na dann mal los...

Bereits 1992 wurde die Band ANTIFREEZE gegründet und sogar zwei Demo Tapes wurden veröffentlicht. Im Jahr 1995 löste sich die Band aber wieder auf, um dann 5 Jahre später einen neuen Anlauf zu starten. Mit "Into The Silence" veröffentlicht die Band jetzt in Eigenregie ihre erste CD.

RUNAMOK sind alles andere als echte Newcomer die sich gerade der Pubertät entsprungen an einem Album versuchen. Denn nach "Make My Day" ist "Back For Revenge" bereits das zweite Album und außerdem sind die Burschen schon länger bei diversen anderen Bands aktiv, wie z.B. Sänger und Gitarrist Fabian bei STORMWITCH oder Gitarrist Oli bei TYRAN PACE.
Bei den Süddeutschen geht alles eher in Richtung der alten Schule, genauer gesagt alles grob in die Richtung Speed Metal und in diesem Genre kann man noch nicht von einem Überangebot an guten Bands sprechen.

Ex-POISON und Ex-MR. BIG-Klampfer Richie Kotzen - der Amerikaner mit dem für deutsche Ohren doch eher merkwürdigen Nachnamen - ist wahrlich kein Mann der Muße - mittlerweile veröffentlicht er im Jahresrhythmus Soloalben - 2002 "Slow", 2003 "Change" - und nun hat der Flitzefinger die nächste Langrille am Start: "Get Up" - als sei es der Aufruf an die Fans, es ihm gleichzutun und keine Verschnaufpause einzulegen und fleißig in die CD-Läden zu gehen.

Der Mann hinter FROM THE INSIDE ist Sänger Danny Vaughn - schon seit gut zehn Jahren mit diversen Bands aktiv, ist ihm bislang der große Bekanntheitsgrad verwehrt geblieben - zumal die Melodic-Rocker von TYKETTO damals sicher ein wenig unterbewertet waren. 1995 war für Vaughn bei TYKETTO aber auch bereits wieder Schluss (er wurde da übrigens von Steve Augeri ersetzt, der nun bei JOURNEY am Mikro steht).
Der Versuch einer TYKETTO-Reunion brachte 2000 & 2001 zwar zwei weitere gelungene Alben hervor, verpasste aber irgendwie erneut den überragenden Fanzuspruch.
Frontiers Records hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, letztes Jahr bei Danny anzuklopfen und mit FROM THE INSIDE ein neues Projekt einzutüten, bei dem der Gute seine herausragenden Qualitäten als "one of the hottest vocalist[s] in melodic rock" ausleben darf.
Es erstaunt wenig, dass sich die übrige Besetzung aus der Frontiers Records Haus- und Hofmannschaft wie z. B. Gitarrist JM Scattolin oder Produzent & Keyboarder Fabrizio Grossi (u. a. VERTIGO, PERFECT WORLD) zusammensetzt.

Manch ein Musiker wäre bis an das Ende seiner Tage glückselig, wenn er zumindest ein Album veröffentlichen könnte, von dem die Welt noch Jahrzehnte später ehrfurchtsvoll als "Meisterwerk" sprechen würde. Ronnie James Dio hat solche Alben gleich reihenweise abgeliefert - sei es in den Siebzigern mit RAINBOW oder in den frühen Achtzigern zunächst mit BLACK SABBATH und danach auf Solopfaden unter eigener Flagge namens DIO.
Zugegebenermaßen - mit "Holy Diver" und "The Last In Line" liegen die letzten Überhämmer schon beachtliche 20 Jahre zurück - aber dass Dio sein Handwerk immer noch versteht und auch im mittlerweile gesetzten Alter jenseits der 60 noch über eine hervorragende Stimmgewalt verfügt, hat er auch seitdem weiterhin immer wieder eindrucksvoll bewiesen - zuletzt 2002 mit dem Studiooutput "Killing The Dragon".
Abgesehen von Ex-AC/DC-Drummer Simon Wright, der immerhin schon seit 14 Jahren dabei ist, wechselt der Meister mit steter Regelmäßigkeit seine Musiker aus - mit im Boot ist diesmal wieder ein alter Bekannter namens Craig Goldy, der bereits mehrere Gastspiele bei DIO hatte und schon Ende der Achtziger an der Gitarre mithelfen durfte.


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