"Heimat" ist bereits die zweite Veröffentlichung der Neubrandenburger Gold Für Eisen. Auch diesmal wird es kaum jemandem gelingen dieses Teil in eine Schublade zu stecken.

Es dürften wenige widersprechen, wenn man BOLT THROWER als eine der beliebtesten Bands des Death Metal-Sektors bezeichnet, und das, obwohl (oder gerade weil?) die Briten über Jahre hinweg ihr Ding kompromisslos durchziehen, ohne sich auch nur ein Deut zu verändern oder gar weiterentwickeln. Halt, eine Innovation gibt es auf dem nunmehr siebten Album "Honour-Valour-Pride" doch: erstmals growlt nicht Karl Willets, sondern Dave Ingram (ex-BENEDICTION) die Kriegs-Litaneien, aber das weiß man auch eher aus dem Booklet, als dass man es hört.

Bei so einem Albumtitel und Bandnamen denkt sicher der ein oder andere sofort an eine, der momentan wie Pilze aus dem Boden schießenden, NDH-Bands. Ganz so ist es aber zum Glück nicht.

Seit 1990 gibt's FINAL DECAY bereits - aber erst jetzt haben sie es geschafft, eine CD zusammenzustellen. Und einfach machen sie es dem Hörer mit diesem Machwerk nicht gerade - denn auch nach mehrfachem Hören muss ich gestehen, dass diese Songs nicht wirklich leicht ins Ohr gehen. Insoweit muss ich dem Infoblatt der Plattenfirma Recht geben, in dem es heißt, dass in dem "niemals langweiligen Riffgespiele" "klassische Elemente aber auch Funky Grooves sowie Metalrhythmen bis hin zu Pop-Einflüssen" verarbeitet werden - und diese ungewöhnliche Mischung präsentiert sich wohl auch aufgrund der Tatsache, dass die auf der CD vertretenen Songs fast die gesamte Schaffensperiode der Band abdecken: nämlich von 1992 bis 1999.

Schon lange vor der Veröffentlichung wurde angekündigt, dass dieses vierte Studioalbum das letzte der norwegischen Black Metal-Legende EMPEROR sein werde. Nun liegt "Prometheus" vor – und ich als unbedarfter Hörer bin einigermaßen ratlos. Was soll das eigentlich? Nun gut, natürlich war nicht zu erwarten, dass das Trio um den inzwischen zum Alleinherrscher aufgestiegenen Ihsahn an ihre herrausragenden ersten beiden Werke "In The Nightside Eclipse" (dem norwegischen BM-Klassiker schlechthin!) und "Anthems To The Welkin At Dusk" anknüpfen, aber selbst das von mir eher zwiespältig betrachtete "IX Equilibrium" wirkt gegen "Prometheus" wie... ich weiß es eigentlich gar nicht! Gehen wir dieses Machwerk mal chronologisch durch.

Ich habe so das Gefühl, dass es im deutschen Underground nicht gerade eine üppige Anzahl an Power Metal Formationen gibt. Umso schöner, wenn man es hin und wieder mit einer talentierten Band zu tun bekommt. BOOMERANG gibt es bereits seit 1996 aber mit Veröffentlichungen haben sie sich bisher zurückgehalten. Qualität statt Quantität :-) Auch "The Real Unreal" war eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen. Zum Glück hat sich das Quintett dazu überreden lassen die Scheibe doch für alle zugänglich zu machen.

Nun ist es endlich da, das neue Album von LACRIMOSA. Knapp 22 Minuten des Albums gehören dem in drei Sätzen gegliedertem Titelsong "Fassade".

KREATOR melden sich mit einem eindeutigen Thrash Metal Album zurück. Nach den doch etwas schlechteren letzten Alben dieser Truppe, bringt Mille Petrozza mit "Violent Revolution" wieder einen richtigen Knaller auf den Markt.

Nachdem DESTRUCTION mit der Comeback Scheibe "All Hell Breaks Loose" nicht überall Lobeshymnen einfahren konnten haben sie mit "The Antichrist" einen thrashigen Zahn zugelegt. Die Produktion ist um einiges roher und eben thrashiger geworden. Ein echter Pluspunkt wie ich meine. Echter 80er Jahre Thrash Metal halt.

BLIND GUARDIAN bieten uns mit dieser Maxi einen Vorgeschmack auf das im folgendem Jahr kommende Album. Der Titeltrack dieser Maxi dauert etwas länger als 14 Minuten und beginnt recht bedächtig. Aber nach knapp einer Minute kommt die Spielfreude von Blind Guardian voll zum Vorschein um dann wieder von ruhigeren Momenten abgelöst zu werden und dann geht es erstmal im Midtempo weiter.

A-Rise aus Köln legen mit "The Dreams Are Dead" ihre erste Scheibe vor. Hier geht es ganz klar in Richtung Death Metal, wobei das Quartett recht geschickt den Songs einen sehr progressiven Touch verleiht. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass es sich hierbei um schwer nachvollziehbares Gewurste handelt, ganz und gar nicht. Man kann den Songs durchaus folgen. Hinzu kommt noch eine sehr ordentliche, druckvolle Produktion.

Der Death Metal ist definitiv nicht tot. Einen weiteren Beweis dafür bietet die neue Scheibe "Pain For The Masses" von LEGACY.

Hier haben wir es mal mit einer ganz ganz frischen Formation zu tun. Aus dem deutsch-/schweizer Grenzgebiet stammt BLACK JADE. Die Band stuft ihren Stil als Satanic War Metal. Ich bezeichne sowas eigentlich immer als Black Metal :-)

Eine ganz interessante Scheibe die ich hier vor mir liegen habe, wobei der Name allerdings ein wenig trügt, denn es sind auch Studio Tracks enthalten. Zunächst aber gibt es 13 mal was live auf die Ohren.

Das lang ersehnte Debüt-Album der australischen Black Metal Truppe ABYSSIC HATE ist nun endlich veröffentlicht worden. Das Warten hat sich gelohnt, bietet die Scheibe doch hymnenhaften Black Metal in Reinform, der von den vielen Trendkapellen, die die Black Metal Bewegung in den letzten Jahren mit sich gezogen hat, nie erreicht werden könnte.

Mit der neuen Maxi, zum demnächst erscheinden neuem Album, kann LACRIMOSA voll Überzeugen. Der Titelsong, gleich zweimal auf dieser Maxi vertreten, handelt allerdings nicht von dem Morgen danach, wenn man die Nacht durchgezecht hat, sondern wie sich man fühlt, wenn man in der Nacht zuvor ein Liebesgeständnis gemacht hat.

Die neue Scheibe der Italiener ist eine Doppel CD und eigentlich gar kein echtes neues Album, wenn man es mal genau betrachtet. Die erste CD kann man auch als Let The Sabbath Begin Maxi CD bezeichnen.

Ein ganz ein schwieriger Stoff ist das hier. CRYSALIS haben sich dem Gothic Metal verschrieben. Leider sind die Stücke nicht besonders eingängig, so dass diese Eigenproduktion schon einige Durchläufe benötigt um sich im Ohr festzusetzen.

Bei so einem Bandnamen hatte ich zuerst schlimmstes befürchtet, aber es kam dann doch alles anders. Die Süddeutschen verarbeiten so viele Stile, dass man davor den Hut ziehen muss. In den Songs wechseln sich Grunge, Thrashcore, Doomcore, Industrial etc. ab, als wäre es nichts.

"One Wild Night" von Bon Jovi erinnert an die guten alten Zeiten, als Bon Jovi noch Rockmusik gemacht und nicht nur Schmusesongs, wie in den letzten Jahren.


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