Gray Cover Feral Hymns

Bereits im Dezember durfte ich ein Interview per Telefon mit NATHAN GRAY, Sänger u.a. bei BOYSETSFIRE, THE CASTING OUT, I AM HERESY, führen, welches ihr hier findet. Nun wurde mein Fangirl Herz erhört und ich hatte vor seinem Auftritt im Kaffeehaus Nun in Karlsruhe im Rahmen der Solotour zum Album "Feral Hymns" (Review) nochmals Gelegenheit, von Angesicht zu Angesicht mit ihm zu  sprechen. Den Bericht mit Fotos zum Auftritt gibt es hier.

 

 

Sabrina: Hi Nathan, vielen Dank für deine Zeit!

Nathan: Ich danke dir!

 

Sabrina: Letzter Tag der Tour! Wie geht es dir?

Nathan: Mir geht’s gut! Es war eine fantastische Tour und ich bin ein wenig müde, aber davon abgesehen war es großartig. Ich hatte eine tolle Zeit.

 

Sabrina: War es wie erwartet? Oder besser?

Nathan: Viel besser. Ich wusste nicht wirklich, was ich erwarten soll. Und jede Nacht war so – ich glaube ich bin so müde, weil jede Nacht so überwältigend war. Alle haben mich sehr unterstützt, es war einfach unglaublich. Ein hin und her mit der Menge und ja, es war toll.

 

Sabrina: Ok - du bist nicht müde wegen 12 Tagen Auftritte hintereinander?

Nathan: Nein, ich mag es auf diese Art. Ich mag es nicht Pausen zu machen. Das ist, wie wenn du etwas den Berg hinunter rollst - du musst stoppen und von Neuem anfangen. Ich lasse es lieber rollen. Es ist eher das, was passiert wenn man diese Shows genießt. Es ist eine sehr emotionale Erfahrung und eine sehr offene Erfahrung, also brauche ich - ich hätte ein wenig Ruhe haben können.

 

Sabrina: Ich kann mir vorstellen, dass es emotional sehr erschöpfend ist.

Nathan: Ja.

 

Sabrina: Wie war es zwischen dir und dem Publikum?

Nathan: Es war viel besser als ich je gehofft hätte. Ich wusste, ich würde rauskommen und ein paar Lieder spielen aber ich wusste nicht, was ich erwarten soll. Es war oft eine komplette Stille und jeder war sehr präsent und im Moment und abwartend, was passiert und das ist schwer. Weißt du, es ist großartig, es ist erstaunlich und ich wusste einfach nicht, was ich erwarten soll und jetzt, da ich diese Reaktionen bekomme ist es wunderschön und ich liebe es.

 

Sabrina: Du spielst zusätzliche Songs, zu denen die auf dem Album sind?

Nathan: O ja. Ich meine, ich habe nur zwölf Songs auf dem Album. Ich dachte, auf die Bühne kommen und nur zwölf Lieder spielen würde nicht funktionieren, also habe ich einige THE CASTING OUT und ein paar BOYSETSFIRE Songs dabei. Die THE CASTING OUT Songs, die ich spiele, wollte ich wirklich zurück in die Originalversion bringen, in der ich sie geschrieben habe. Bei den BOYSETSFIRE Sachen war es eher ‘Ok, diese Songs werden wir nie live spielen.’ Aber es sind Songs, die ich wirklich liebe. Also habe ich sie genommen und auf das reduziert, wie ich sie geschrieben hätte. Und spiele sie so, dass die Leute sie hören können, falls sie es wollen und ich weiß ich will raus und ich will sie spielen. Es ist schön, ein paar zusätzliche Songs dabei zu haben.

 

Sabrina: Wie hast du denn ausgewählt, welche du noch dazu nimmst?

Nathan: Ich habe mir ein paar ausgesucht, die ich wirklich liebe und dann nochmal aussortiert. Ich habe sie durchgespielt und...hmmm

 

Sabrina: Könnte funktionieren?

Nathan: Ja. Manche konnten funktionieren und andere… ähm… nicht.

 

Sabrina: Du machst ziemlich viele verschiedene Sachen. Viel mehr als nur BOYSETSFIRE und dies hier. Du hast (hattest) verschiedene Bands, das NATHAN GRAY COLLECTIVE, du hast zwei Bücher veröffentlicht, du hast Familie, Kinder. Wie schaffst du das alles?

Nathan: Ich bin müde…. Ich habe Extrastunden in meinem Tag, die sonst niemand hat.

 

Sabrina: Ja, so wirkt es.

Nathan: Nein. Es ist nur, wenn ich eine Idee habe, wenn ich etwas machen will, tue ich es einfach. Ich meine, offensichtlich musste ich aussieben. Ich hatte I AM HERESY und THE CASTING OUT, NATHAN GRAY COLLECTIVE und all das. Das waren Erfahrungen, die ich machen musste um an diesen Punkt zu gelangen. Und das ist in Ordnung. Und jetzt denke ich, dass - oder besser ich weiß sicher, insbesondere nach dieser Tour, dass das hier genau das ist, was ich die ganze Zeit bereits machen sollte. Wenn nicht BOYSETSFIRE dann das hier. Und das ist es, was ich weitermachen werde. BOYSETSFIRE spielen, wenn wir spielen, weil es etwas ist, was uns Spaß macht und was wir machen, wenn wir die Zeit dazu haben. Ich stecke meine Aufmerksamkeit hier hinein. Aber das ganze Schreiben, wie das Kinderbuch und meine Autobiographie, das sind Dinge die aufkommen wenn ich denke ‘Hey, das würde ich jetzt wirklich gerne tun’ und dann mache ich es. Und ich habe herausgefunden - ich schlafe nicht.

 

Sabrina: Ja, so scheint es fast.

Nathan: Ja, es ist interessant. Ich kann dir ehrlich nicht sagen, wie ich das mache. Ich mache es einfach.

 

Sabrina: Einfach go for it.

Nathan: Ja, genau.

 

Sabrina: Also können wir uns auf mehr Solo Sachen von dir freuen?

Nathan: Ja, auf jeden Fall. Ich spiele diese Tour, dann gehe ich zurück nach Hause, wo ich einige Shows spiele. Dann wieder hier her, wo ich einige Dinge mache.

 

Sabrina: Einige Festivals habe ich gesehen.

Nathan: Ja, aber die mache ich mit BOYSETSFIRE. Aber ich werde im Mai wiederkommen und einen Cellisten und jemanden für die Gitarre und das Keyboard mitbringen, so dass ich eher wie auf dem Album klingen werde. Dann gibt es noch einige Special Shows, vermutlich fünf und wir werden viel davon aufnehmen, um ein Livealbum und vielleicht eine DVD herauszubringen. Und dann werde ich im November nochmal für eine Tour zurückkommen und auch an einem neuen Album arbeiten.

Sabrina: Wow.

Nathan: Ja, ich habe das ganze Jahr bereits verplant.

 

Sabrina: Komplett.

Nathan: Und natürlich wird es noch einige BOYSETSFIRE Dinge geben.

NathanGray 1NathanGray 2

Sabrina: Ist es möglich, dass es nochmal - eines Tages - ein BOYSETSFIRE Album geben wird?

Nathan: Ja, wir haben darüber gesprochen. Vielleicht machen wir nächstes Jahr was. Es kommt auf die einzelnen Terminpläne an. Ich meine, wir würden gerne, es ist nur, dass es immer darauf ankommt, ob es machbar ist. Aber sehr gut möglich. Wir haben auf jeden Fall darüber gesprochen und es wurden einige Ideen in den Raum geworfen aber bisher nichts definitives.

 

Sabrina: Aber ich habe Hoffnung! NATHAN GRAY COLLECTIVE… wie sage ich das jetzt am Besten? Es war - anders.

Nathan: Ja, es war sehr anders. Es hat mit vielen Leuten nicht gepasst. Ehrlich. Mit manchen ja und ich hatte den Eindruck, wenn ich weitergemacht hätte, hätte ich eventuell dadurch ein völlig neues Publikum gehabt.  Ich denke, es war einfach etwas, was ich ausdrücken wollte. Es war nicht meine normale Zielgruppe. Weißt du was ich meine? Es war einfach etwas, was ich machen wollte, also tat ich es.

 

Sabrina: Ich habe dich damit einmal live gesehen. Und ich mochte “Corson” wirklich gerne. Aber der Song was sehr anders als der Rest des Albums.

Nathan: Ja, den habe ich geschrieben!

 

Sabrina: Ok, morgen geht es zurück nach Hause?

Nathan: Ja. Nachher ins Hotel, morgen früh um 6 aufstehen und zum Flughafen.

 

Sabrina: Fliegst du ganz normal? Also regulär, mit den “normalen” Leuten? Oder wirst du oft erkannt?

Nathan: Normalerweise nicht auf dem Flug. Vielleicht am Flughafen oder so aber… ne.

 

Sabrina: NIcht wie “OOOH, da ist Brad Pitt”

Nathan: Nein, den Status habe ich nicht (lacht)

 

Sabrina: Nathan, vielen vielen Dank für deine Zeit!

 

Fotos: Sabrina

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