unearth_4.jpgIm Oktober letzten Jahres haben sich die Mitbegründer des „New Wave of American Heavy Metal“ mit einem neuen Output zurückgemeldet. „The March“ heißt das gute Stück und hat, typisch Unearth, wieder eingeschlagen wie eine Bombe (Review hier). Es ging gegenüber dem letzten Album zwar deutlich an Druck verloren aber das wurde durch die höheren Heavy-Metal Anteile wieder vollkommen ausgeglichen.

Nach der Veröffentlichung blieben die Jungs natürlich nicht tatenlos sitzen sondern waren erstmal noch auf ausgedehnter Tour mit PARKWAY DRIVE, DESPISED ICON, PROTEST THE HERO, usw…

Absolut Grund genug nach der Tour bei den Männern mal nach dem Rechten zu hören. Hierfür stand mir Bassist John „Slo“ Maggard Rede und Antwort.

Sebastian: Zunächst einmal Gratulation zu eurem neuesten Album. Es ist wie zu erwarten wieder sehr gelungen. Seid ihr zufrieden damit?

John: So weit so gut. Ich bin sehr zufrieden damit, wie sich die neue Platte entwickelt hat und wie die Reaktionen dafür ausfallen.

Sebastian: Ich habe das Gefühl, dass ein gutes Stück an Aggressivität, im Vergleich zu dem Vorgänger, verloren gegangen ist und der melodische, klassische Metalanteil deutlich größer geworden ist. Hat dieser Schritt gewisse Hintergründe oder ist das mehr Zufall?

John: Das ganze passiert einfach und ist nicht geplant… Als wir „III: In the eyes of fire“ geschrieben haben, waren wir als Band in einer dunklen Phase. Wir waren überdrüssig und ziemlich angepisst. Das spiegelte sich auch einfach in unserer Musik wider. Momentan sind wir eher entspannt und in einer deutlich besseren Verfassung und wieder spiegelt sich das in unserer Musik wider.

Sebastian: Euer letzter Output wurde von Terry Date produziert. Für „The March“ seid ihr wieder zurück zu Mastermind Adam Dutkiewicz gegangen. Wie kam es zu diesem Produzentenwechsel?

John: Wir wollten zu dem Schema zurück, das wir auf der „The Oncoming Storm“ hatten. Wir wussten, was wir für Material hatten und Adam war wieder einmal einfach der beste Mann für diesen Job.

Sebastian: In 10 Songs präsentiert ihr euch wiedermal von eurer besten Seite und haut ein ordentliches, abwechslungsreiches Brett raus. Wie läuft bei euch der Songwritingprozess für solch ausgefeilte Tracks ab? Wird alles gemeinsam erarbeitet oder gibt einer von euch bereits ein grobes Albumkonzept vor?

John: Es ist ein bisschen von beidem würde ich sagen. In der Regel bringen Buz und Ken eine Fülle von Riffs und Ideen hervor. Dann arbeiten wir zusammen um sie zusammen zu führen und eine Songstruktur zu erstellenunearth_3.jpg

Sebastian: Wie schon erwähnt ist eure Musik sehr abwechslungsreich und reicht von melodischen, über thrashige und groovende Parts bis zur puren Aggression. Woher nehmt ihr diese Vielfalt und wo sind eure Vorbilder zu finden? Welche Bands oder Personen haben euch für eure Songs geprägt?

John: Für mich persönlich wären das Geddy Lee von RUSH und Steve Harris von IRON MAIDEN, welche mich ungemein beeinflusst haben.

Sebastian: Auch in diesem Jahr habt ihr wieder mehrere Gigs gezockt. Unter anderem konnte man euch auf dem diesjährigen Wacken Open Air bewundern. Was verbindet ihr mit dem deutschen Kultfestival und wie habt ihr dieses erlebt?

John: Das war meine persönliche Show des Jahres. Es war absolut unglaublich und ein gigantischer Spaß. Es ist immer eine gute Erfahrung auf den großen Festivals zu spielen. Vor allem weil du ständig vielen alten Freunden aus den anderen Bands in die Arme läufst.

Sebastian: Seht ihr bei euren Gigs rund um den Globus einen Unterschied bei den Fans? Ist es beispielsweise etwas anders vor den heimischen Fans und den Fans aus Europa zu spielen?

John: Es gibt einen kleinen Unterschied würde ich sagen, aber keinen so großen wie man vielleicht glauben mag. Das Internet hat die Welt einfach viel kleiner werden lassen und infolge dessen sind die Unterschiede der Regionen auch viel kleiner geworden.


"Die Jungs der anderen Bands waren perfekt um mit ihnen die Tage zu verbringen. Ob bei einer guten alten Partie Poker oder einem anständigen Trinkgelage. Es war eine Tour die in Erinnerung bleiben wird."

Für "Slo" wird es scheinbar nie langweilig

 

Sebastian: Nun ist auch die Never Say Die Tour zum Ende gekommen, welche ihr mit anderen großartigen Bands bestritten habt. Wie hat euch diese Tour gefallen und wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Bands? War es eher ein gemütliches Zusammensein oder gab es mit so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten auch einmal Stunk?

John: Diese Tour war in jeglicher Hinsicht einfach unglaublich. Die Gigs haben tierisch Spaß gemacht und auch das drum herum war genial. Die Jungs der anderen Bands waren perfekt um mit ihnen die Tage zu verbringen. Ob bei einer guten alten Partie Poker oder einem anständigen Trinkgelage. Es war eine Tour die in Erinnerung bleiben wird.

Sebastian: Ist euch ein bestimmter Gig dieser Tour besonders in Erinnerung geblieben? Ein Gig der unearth_2.jpgeuch besonders viel gegeben hat, sei es der Stolz der eigenen Leistung oder das atemberaubende Publikum.

John: Tatsächlich war die letzte Show in Wiesbaden genial. Es war der letzte Tag der Tour und so gibst du noch einmal alles auf der Bühne was noch geht. Die Fans waren auch genial. Die Nacht war im Allgemeinen eine super Zeit.

Sebastian: Ihr habt bereits mit vielen Genregrößen die Bretter geteilt, sei es Slayer, Slipknot, Hatebreed oder Killswitch Engage. Gibt es überhaupt noch persönliche Favouriten von euch mit denen ihr gerne einmal die Bühne teilen würdet?

John:  Es wäre großartig eines Tages die Bühne mit Größen wie Megadeth oder Metallica zu teilen.

Sebastian: Wie geht es in der nächsten Zeit mit Unearth weiter? Wird eine weitere Tour gestartet, bereits an einem neuen Album gearbeitet oder freut ihr euch darauf erstmal ein bisschen in die Heimat zurückzugehen und das vergangene voll gepackte Jahr Revue passieren zu lassen?

John: Naja, zunächst werden wir einmal einen Monat entspannen, aber sobald das neue Jahr anbricht, melden wir uns mit einer US-Tour zurück. Kurz darauf ziehen wir nach Großbritannien, Australien und Japan weiter.

Sebastian: Vielen Dank für deine Zeit und deine Mühen. Ich wünsche euch für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass wir uns bald in Europa wiedersehen. Die letzten Worte gehören dir:

John: Ich danke jedem in Europa, der uns auf der letzten Tour unterstützt hat und zu den Terminen gekommen ist. Wir sind wirklich jedem von euch sehr dankbar und werden schauen, dass wir so schnell wie möglich zurückkommen und wieder mich euch zusammen toben.♠

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